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Karfreitag 2011 - Johannespassion zog viele Besucher an

Johannespassion
Poster zur Aufführung der "Johannespassion"

 

100 Stühle waren erwartungsvoll aufgebaut zur Aufführung des Films "Johannespassion". -

Bei dem schönen Wetter am Karfreitag 2011 wäre es auch möglich gewesen, dass kaum jemand zu dieser Veranstaltung der GFF Kloster Drübeck gekommen wäre. Aber als dann die Veranstaltung um 18:30 Uhr begann, gab es kaum noch freie Plätze.

Ebenfalls am Karfreitag, nämlich dem 7. April 1724, wurde das Werk von Johann Sebastian Bach in der Nikolaikirche in Leipzig das erste Mal aufgeführt - vor fast dreihundert Jahren. Es hat aber nichts von seiner dramatischen Aktualität eingebüßt.

 

 

  Autograph Johannespassion
Johann Sebastian Bach   Bachs Original: Erste Seite der Johannespassion

 

Die Johannes-Passion ist die früheste der heute bekannten Passionsmusiken Bachs.

Bach selbst hat sie mehrere Male umgearbeitet, da er häufig sehen musste, mit der Obrigkeit klarzukommen. Die heute meistens zur Aufführung gebrachte Fassung ist eine Mischung aus der unvollendeten Neufassung vom Ende der 1730er-Jahre und der vierten Fassung von 1749, ohne die späteren Textänderungen in den Arien. Sie war auch die Grundlage für Karl Richter bei seiner Einspielung dieses Oratoriums im Jahre 1964 mit dem Münchener Bach-Chor und dem Münchener Bach-Orchester für die renommierte "Archiv"-Produktion.

 

 

    dom_speyer
    Dom zu Speyer

 

Hugo Niebeling, der diverse preisgekrönte Filme geschaffen hat, setzte dieses besondere musikalische Werk im Jahre 1991 auf künstlerisch außergewöhnliche Weise mit Schauspielern und Ballett in einem Film um.

Niebeling hat die Konfrontation zwischen Jesus und Pilatus in den Mittelpunkt seines Films gestellt. Im Dom zu Speyer hat er den authentischen Rahmen für eine szenische Umsetzung gefunden, die den Zuschauer in die Passionsgeschichte förmlich hineinzieht.

 

Es war eine besondere Veranstaltung, die die GFF Kloster Drübeck zum Ende der Passionszeit angeboten hat.

Bei vielen Zuschauern, die den großen Saal der Domänenscheune mit ihren - wie für eine solche Aufführung eigens geschaffenen - Mauern verließen, war zu spüren, dass sie sich von dem tiefen Eindruck der "Johannespassion" nur schwer lösen konnten.

Gleichermaßen bewegt wie auch nachdenklich war es dann nicht sehr schwierig, in der milden Abendluft den diesjährigen Karfreitag ausklingen lassen.

 

 

Grafik: Sidney Gromnica, vectorstock / Foto: igor@fotolia

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